ÖWR-Landesverband Steiermark
NOTRUF 130
(Landeswarnzentrale)

Todesopfer am Kraubather Badesee

11.Juni 2017. Viele Familien sitzen bei Vatertagsfeiern oder sind auswärts, als der Alarmruf die ÖWR erreicht: Untergegangene Person im Kraubather See. Neun Minuten nach Alarmierung war die Landesleiterin Susanne Kamencek, die auch den Einsatz leitete, vor Ort und koordinierte die ÖWR, die schon wenige Minuten später am Unfallort war und ein Boot slippte.  Die Schnorchelgruppe bestehend aus erfahrenen Rettungsschwimmern, führte eine Linearsuche durch. Der See ist an der Stelle, wo das Opfer vermutet wurde 7 bis 8 m tief, die Sicht war bis 2m gut, tiefer unten jedoch war sie ausgesprochen schlecht, um nicht zu sagen gleich Null .  Nach insgesamt 18 Minuten war das ÖWR Boot Speedy im Wasser, nach zwanzig Minuten begann die Suche. Die  ÖWR Leoben - St. Michael und die ÖWR Liezen waren mit 11 Personen im Einsatz.

Weiters waren die Feuerwehren Kraubath, Apfelberg mit Jetboot und Leoben mit drei Tauchern im Einsatz.

Rotes Kreuz und der Hubschrauber Christophorus warteten auf das Wunder einer Lebendrettung…

Aber da die ÖWR erst 35 Minuten nach dem Hilferuf alarmiert wurde (die anderen, alarmierten Einsatzkräfte mussten sich erst vor Ort ein Bild von der Lage machen?!), waren die Chancen nahe Null.

Um 12:55 h wurde die Leiche des 28 jährigen Syrers von einem Feuerwehrtaucher gefunden .

Unfallhergang laut Zeugen: Das Opfer ging mit seinen drei Freunden zum Baden. Er war Nichtschwimmer und ist im steil abfallenden Ufer untergegangen…

Da die Zeit und Schnelligkeit bei Badeunfällen erstrangig ist, sind viele Mitglieder, die im Ernstfall wissen, was zu tun ist lebensrettend!

MK